PankeBlog Neuste Nachrichten aus Pankow

8. April 2011

100 Jahre Straßenbahn von Heinersdorf zum Alexanderplatz

Filed under: Allgemein — admin @ 20:10

Pünktlich zum 100. Geburtstag der Straßenbahnstrecke aus Heinersdorf wurde der Streckenabschnitt zwischen Steinberg und Wasserturm, sowie im Dorfkern von Heinersdorf saniert. Im Jahr 1911 begann der Betrieb der Linie ab der Kronprinzenstraße (Romain-Rolland-Straße) als Linie 72 bis nach Berlin-Schöneberg. Mit der Eingemeindung von Heinersdorf in die Stadt Berlin wurde die nunmehr als Line 73 verkehrende Linie zum Dönhoffplatz (Leipziger Straße) nach Mitte geführt. Dann endete sie schließlich als Linie 71 lange Zeit am Alex (ab 1949), bis dieser 1967 “Straßenbahnfrei” wurde. Sie bog ab diesen Zeitpunkt in die Wilhelm-Pieck-Straße (Torstraße) ab und endete am Kupfergraben. Nach der Wende (1993) wurde sie zur Linie 1 und endete an der Schwarzkopfstraße. Mit Beginn des neuen Jahrhunderts (2004) als Linie M2 zum Hackeschen Markt und seit 2007 nun wieder zum Alexanderplatz.

17. Juni 2010

Parken im Helmholtz- und Kollwitzkietz

Filed under: Verkehr — admin @ 08:49

Ähnlich wie in der Rosenthaler Vorstadt geht es den Anwohnern in den Kietzen des Prenzlauer Berges. Allabendlich sind sie auf der Suche nach einem Parkplatz, welcher aber schwer zu finden ist. So verwundert es nicht, dass im Szenegebiet Prenzlauer Berg und Rosenthaler Vorstadt schon viele mit dem Rad unterwegs sind. Touristen bevölkern die Kietze, blockieren nicht nur die Parkplätze der Anwohner sondern parken rücksichtslos in der 2. Reihe der schon engen Seitenstraßen. Nun will der Bezirk Pankow dem Bezirk Mitte gleich ziehen und in dem Gebiet Helmholtz- und Kollwitzviertel die Parkraumbewirtschaftung einführen. Ob dies Besserung bringt sei dahingestellt, denn in der Rosenthaler Vorstadt hat dies keine Entlastung gebracht. Dort sind die Anwohner genauso auf der Suche nach einem Parkplatz, weil viele Besucher oder Touristen ohne gültiges Parkticket in den Parkzonen parken. Besonders am Wochenende, wenn die Massen den Mauerpark belagern spitzt sich die Lage in der Schwedter Straße zu. Vom hiesigen Ordnungsamt ist hier sowieso kaum einer zu sehen. So konnte ein Fahrzeug aus dem Bundesgebiet drei Tage unbehelligt entgegen der Fahrtrichtung und ohne Ticket parken.

Bereits 2009 wurde in der Bezirksverordnetenversammlung über die Parkraumbewirtschaftung in Teilen des Prenzlauer Berges gesprochen. Dessen Beschluß zur Einrichtung von Parkzonen wurden nun vom Abgeordnetenhaus zugestimmt. Im Herbst diesen Jahres soll mit der Parkraumbewirtschaftung im südlichen Teil (Kollwitzkiez) begonnen werden. Dabei wird das Vorhaben in drei Zonen eingeteilt und bis zur Greifswalder Straße und dem S – Bahnring (Schönhauser Allee/Prenzlauer Allee) reichen. Von der Stadtteilgrenze zum Wedding, Danziger Straße, Greiwswalder Straße und dem S – Bahnring wird es die Zone 43 (Helmholtzkiez und Gleimviertel) geben. Die Zone 42 befindet sich zwischen Schönhauser Allee, Mollstraße, Greiwswalder- und Danziger Straße (Kollwitzkiez und Winsviertel). Die Zone 41 begrenzt sich über Torstraße, Schönhauser Allee, Eberswalder Straße und der Schwedter Straße. Die Gebühr soll zwischen 25 bzw. 50 Cent je Viertelstunde betragen, die an den geplanten 451 Parkscheinautomaten entrichtet werden können. Über 90 Mitarbeiter des Ordnungsamtes sollen die Parkraumzonen bewachen. Anwohner und ansässige Gewerbetreibende können beim Bezirksamt eine Parkvignette für 20,40 € (2 Jahre gültig) beantragen. Für sie bleibt aber der bittere Beigeschmack, dass die Vignette keine Garantie bürgt, einen Parkplatz auch tatsächlich zu bekommen. Dies zeigt die Situation in der Schwedter Straße.

9. November 2009

Wir sind das Volk – 20 Jahre Fall der Berliner Mauer am Prenzlauer Berg

Filed under: Politik — admin @ 19:58

20 Jahre Mauerfall - Bornholmer Straße (Prenzlauer Berg)“Wir sind das Volk”, so begann die friedliche Revolution in der ehemaligen DDR. Im Jahr 1989 überschlugen sich die Ereignisse der ehemaligen sozialistischen Republik. Noch am 7. Oktober 1989 feierte sich die ehemalige Staatsregierung im Palast der Republik und etwa einen Monat später begann der Anfang vom Ende (9. November 1989, 18:57 Uhr) mit Mitteilung von Günter Schabowski, dass lt. Beschluss des Ministerrats “Privatreisen nach dem Ausland können ohne Vorliegen von Voraussetzungen (Reiseanlässe und Verwandtschaftsverhältnisse) beantragt werden. Die Genehmigungen werden kurzfristig erteilt. Ständige Ausreisen können über alle Grenzübergangsstellen der DDR zur BRD beziehunsweise zu Berlin (West) erfolgen.” Obwohl diese Regelung erst in den Morgenstunden des 10. November in Kraft treten sollten kam es zu einer unvorhergesehenen Anmerkung von Schabowski, der diese Regelung “nach seiner Kenntnis für sofort, unverzüglich” verstand. Der Fall der Mauer, die Deutschland trennte war nicht mehr aufzuhalten.

Noch am Abend (19:45 Uhr) des 9. November 1989 versammelten sich an der Bornholmer Straße erste Neugierige, die die neue Reiseregelung ausprobieren wollten. Als sich an den “Grenzübergangsstellen der DDR” immer mehr Menschen einfanden und der Druck auf die Grenzbeamten größer wurde, öffneten diese den Schlagbaum ohne Befehl. Dem folgten die Schlagbäume der anderen Grenzübergänge in Berlin. Tausende strömten zu Fuss über die Bosebrücke und endlose Trabbi- und Wartburgkolonnen folgten ihnen.

20 Jahre Mauerfall - Bornholmer Straße (Prenzlauer Berg)20 Jahre später ging nun die amtierende Bundeskanzlerin Angela Merkel in Begleitung mit dem damaligen Präsidenten Russlands Michail Gorbatschow und dem damaligen Solidarnosc Führer Lech Warlesa sowie rund zweihundert Bürgerrechtlern der ehemaligen DDR diesen Weg noch einmal und erinnerten an das geschichtsschreibende Ereignis, welches Deutschland wieder zusammenführte. Um 15:00 Uhr setzte sich der symbolische Gang in Bewegung und schritt an Tausenden Schaulustigen aus vielen Ländern, die das Ereignis mit den Berlinern teilen wollten, vorbei. In Ihrer Rede dankte Bundeskanzlerin Angela Merkel dem ehemaligen Präsidenten Michail Gorbatschow mit den Worten “Sie haben mutig die Dinge geschehen lassen, und das war viel mehr, als wir erwarten konnten. Ein herzliches Dankeschön dafür.”, die Kanzlerin würdigte Lech Warlesa mit den Worten als eine “mutige Erhebung und unglaubliche Ermutigung” für die Menschen in der DDR.

Am Morgen begannen die Feierlichkeiten mit einem Gedenkgottesdienst in der Gethsemanekirche Prenzlauer Berg. Hier hatte sie eine Friedensbewegung gebildet, die maßgeblich am friedlichen Protest beteiligte. Erzbischof Robert Zollitsch, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz mahnte in seiner Gedenkpredigt “dass die Mauern in den Köpfen und Herzen der Menschen keine Probleme lösten”. Noch bestünden zu viele Unterschiede zwischen Ost und West, die deutsche Einheit ist nach Worten der Bundeskanzlerin “noch nicht vollendet”.

Fortgesetzt wurden die Feierlichkeiten mit hochrangigen Persönlichkeiten aus aller Welt im Schloss Bellevue, wo der Bundespräsident Horst Köhler seine Worte an die Mächtigen der Welt richtete und darauf hinwies, dass “mit Ende des kalten Krieges keineswegs die Probleme der Welt gelöst wurden. Gäste waren unter Anderem die Außenministerin der USA Hillary Clinton, Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy, Großbritaniens Premier Gordon Brown und Russlands Staatspräsident Dimitri Medwedew als Vertreter der ehemaligen Siegermächte. Am Brandenburger Tor erlebten Gäste aus aller Welt den Höhepunkt der Feierlichkeiten. Mit dem Paukenschlag aus Richard Wagners “Lohengrin” begann die Abschlußveranstaltung am Brandenburger Tor, in dessen Folge das Durchschreiten des Tores aller geladenen Regierungsvertreter sich anschloss. Der regierende Bürgermeister von Berlin würdigte danach alle Vorreiter, die den Umbruch in der Welt voran trieben. Er gedenkte auch diesen, die am 17. Juni 1953 an dieser Stelle auf die Straße gingen um für ihre Rechte zu kämpfen. Seiner Rede folgten die Glückwünsche der vier Siegermächte Frankreich, Russland, England und der USA. US Präsident Barack Obama beglückwünschte das deutsche Volk per Videobotschaft. Das Finale der Veranstaltung vollzog der symbolische Fall der Mauer in Form von hohen Dominosteinen, die eine Kette vom Potsdamer Platz zum Reichstagsgebäude bildete. Um 20:32 stießen an den Enden der Dominokette Lech Warlesa der EU Kommissionspräsident José Manuel Barroso die Steine an. Danach kamen zwei mitgestaltende Persönlichkeiten der politischen Wende in einem persönlichen Gespräch mit Thomas Gottschalk zu Wort, wo Michail Gorbatschow und Hans – Dietrich Genscher ihre tiefe Freundschaft für einander bezeugten und Genscher abschließend sagte “Mein Vertrauen wurde damals nicht enttäuscht”. Im Anschluss rockte Bon Jovi vor dem Brandenburger Tor seinen Song “We weren’t born to follow” vor dem alt erwürdigen Brandenburger Tor in Berlin. Mit Fortsetzen des Einreissen der symbolischen Mauer stoppte dies unmittelbar vor dem Brandenburger Tor, wo ein Dominostein aus Beton das weitere Fallen verhinderte. Dieser Stein symbolisierte, dass es noch viele Mauern in der Welt existieren, die es einzureissen gilt. Paul Van Dyks sang im Anschluss seine Hymne “We are one”. Den letztendlich krönenden Abschluss bildete das Feuerwerk am Brandenburger Tor.

Der “Kanzler der Einheit” Helmut Kohl konnte aus gesundheitlichen Gründen den Feierlichkeiten nicht beiwohnen. Er ließ aber seine besten Wünsche zum “Fest der Einheit” durch den Bundespräsidenten ausrichten.”. Helmut Kohl fühlte sich damals an Bismarks Worte erinnert “Wenn der Mantel Gottes durch die Geschichte wehe, müsse man zuspringen und ihn festhalten.

23. Oktober 2009

Robbie Williams in Prenzlauer Berg

Filed under: Kultur — admin @ 20:34

Robbie Williams in Prenzlauer BergWas für ein Jahr! Erst die Robbie Williams Cover-band zu Gast beim Kunstfest in Pankow und nun noch der Meister persönlich am Falkplatz vor der Max Schmeling Halle. Hat er von seiner Coverband und ihrem Auftritt in Pankow gehört und wollte er es sich nicht nehmen lassen selbst in Pankow zu spielen? Jedenfalls wurde für seinen Auftritt eine markante Adresse im Szenebezirk Prenzlauer Berg ausgesucht. Direkt vor der Max Schmeling Halle am Falkplatz und quasi um die Ecke der Mauerpark trat er gegen 16:00 Uhr live auf und begeisterte mit seinem Minikonzert über 10tausend meist weibliche Fans. Neben seinen alten bekannten Hits spielte Robbie Williams neben älteren Hits sang er Stücke von seinem neuen Album “Reality Killed the Video Star”.

18. Juni 2009

Traumboulevard Pankow

Filed under: Veranstaltungen — admin @ 06:42

Große Bauarbeiten zeichnen das Jahr 2009 in Pankow aus. Viele Straßen in Pankow weisen einen desolaten Zustand auf und müssten dringend saniert werden. Auf die Sanierungsliste kamen aber erst einmal nur wichtige Hauptstraßen in Pankow (alt). Den Anfang machte die Grenzstraße zum Stadtteil Prenzlauer Berg, die Bornholmer/Wisbyer Straße. Sie wurde inzwischen fertiggestellt. In den Stadtteilen Französisch Buchholz kam die Pasewalker Straße auf die Sanierungsliste, Niederschönhausen mit der Blankenburger Straße, Rosenthal mit der Friedrich – Engels Straße und Pankow selbst mit der Berliner Straße. Beim Projekt Berliner Straße wurden schon zuvor nach Stilllegung des Güterbahnhofs die Bahnbrücken zurückgebaut bzw. neu gebaut. Nachdem alle anderen Straßen ihren Baustart hinter sich haben, steht dieser nun für die Berliner Straße bevor. Für dieses Vorhaben wurden drei Jahre Bauzeit vorgesehen, wo die Berliner Straße ganz oder teilweise gesperrt wird. Die Aussicht auf die Sperrung ist nicht nur für die Autofahrer eine Herausforderung, sondern auch die Händler im Bereich der Berliner Straße (S – Bahnhof bis Kirche) befürchten durch die Baumaßnahmen Umsatzeinbußen. Schließlich flanieren täglich viele Pankower die Straße auf und ab. Um den Pankowern einen Blick in die positive Zukunft dieser Straße zu geben wurde die Aktion “Traumboulevard” ins Leben gerufen. Die passende Zeit fand man zum Kunstfest in Pankow, welches sein 10. Jubiläum feierte und jedes Jahr tausende Besucher anzieht. Am Vorabend zum 10. Kunstfest fand auf dem Tröpfelbrunnenplatz an der Pankower Kirche “Zu den vier Evangelisten” die Eröffnung des Traumboulevards statt, zu der auch der amtierende Bürgermeister Matthias Köhne und der Bundestagspräsident Wolfgang Thierse anwesend waren. Mit Chorgesang der evangelischen Gemeinde Pankow wurde die Akustiktour begonnen, bevor Bürgermeister Matthias Köhne symbolisch eine kleine Lampe anknipste und das Fest eröffnete. Der Traumboulevard setzt sich aus Stationen zusammen, die ihre Bedeutung in der Geschichte bzw. in der Zukunft von Pankow liegen. Start war an der Kirche, die die Geschichte des Ortes symbolisiert und das älteste Bauwerk im alten Dorfkern von Pankow ist. Die nächste Station war die alte Zigarettenfabrik von Garbáty. Dieser zur Zeit leer stehende Gebäudekomplex bietet viel Platz für zukünftige Ideen, eigentlich ein idealer Platz für die Pankower Kunstszene. Gleich nebenan das ehemalige Jüdische Waisenhaus, welches seine Zukunft schon fand. Hier befindet sich unter Anderem die Stadtbibliothek. Der Weg weiter führt zum jüngst entstandenen Garbáty Platz, der an den schon früh sozial eingestellten jüdischen Unternehmer erinnern soll. Er zählte zu den größten Arbeitgebern im damaligen Pankow. Unter der neuen S – Bahnbrücke entstand auf dem ehemaligen Bahndamm ein Zusammenspiel aus Licht und Metallskulpturen des Pankower Künstlers Olaf Hannemann. Alle Objekte wurden mit orangefarbigen Licht illuminiert. Dieser Veranstaltung vorangestellt war ein Wettbewerb “Mittendrin Berlin”. Mit der Frage; “Was braucht die Berliner Straße, um Ihr Traumboulevard zu werden”. Es konnte zwischen drei Visionen gewählt werden, einer Wellness Oase, einem Erlebnispark und einem Kulturzentrum. Da die Schwimmhalle in der Wolfshagener Straße seit langer Zeit geschlossen ist, entschieden sich viele Pankower für eine Wellnessoase. So auch die Pankowerin Regina Voss, die den Wettbewerb gewann. Bleibt nur noch abzuwarten, wie sich die Berliner Straße entwickelt und ob vielleicht die ehemalige Garbátyfabrik die Hauptattrakion des zukünftigen Traumboulevards wird.

7. Juni 2009

Buchholzer Frühling (Festtage) – Verkaufsshow an der Buchholzer Kirche

Filed under: Veranstaltungen — admin @ 22:13

Französisch Buchholz war Jahrzehnte eine beliebte Adresse für Berliner Wochenendausflügler, die den ländlichen Charme des Angerdorfes liebten und gern die veranstalteten Feste der Bauern und Gärtner besuchten. Den ländlichen Flair am Dorfanger hat Französisch Buchholz schon lange verloren, Autohäuser und Supermärkte verschandeln den Anblick des Dorfes und die beliebten Feste werdenVerkaufsfest Buchholzer Festtage zu kommerziellen Zwecken missbraucht. Nach langer Pause begannen Anfang der 90er Jahre erste Versuche das einst beliebte Dorffest wieder zu beleben. Unter dem Motto “Buchholzer Mai” wurden in den ersten Jahren die Feste organisiert. Zunehmende Umstimmigkeiten machten aus dem “Buchholzer Mai” den “Buchholzer Frühling”. Der “Buchholzer Frühling” entwickelte eine gute Programmmischung, weil Schulen, Vereine und Verbände das Fest der Buchholzer gestalteten. Die Kinder traten mit Ihren gelernten Darbietungen auf, Buchholzer Künstler präsentierten ihre Arbeiten und mit Partymusik wurde für die richtige Stimmung gesorgt. Problem für den Buchholzer Frühling war die Finanzierung des Festes. Die Organisation wurde von Jahr zu Jahr schwieriger, weil sich Buchholzer Unternehmen nicht an der Gestaltung des Festes beteiligen wollten. Dies führte dazu, dass 2008 der “Buchholzer Frühling” praktisch ausfiel bzw. auf kleiner Flamme stattfand.

Von den “Eisheiligen” zur “Schafskälte”

2009 wollte man neue Wege gehen und übergab das Konzept in die Hände eines kommerziellen Veranstalters und siehe da, wer sich in den Vorjahren mit Spenden zurückhielt nennt sich nun Premium- und Businesspartner und zeigt sich präsentativ am Wahrzeichen von Französisch Buchholz. Hiervon ausgenommen sind die Buchholzer Kelterei und Blumen Müller sowie einige weitere, die dem Fest immer die Stange hielten. Das angekündigte und durchplante Konzept des Veranstalters ging nicht auf. Die großartig versprochenen Hubschrauberflüge wurden abgesagt, der Festumzug musste wegen fehlender Rücksprache mit der BVG einen anderen Weg gehen, die bekannte Buchholzer Wasserorgel fiel wegen technischer Probleme aus. Dies ist gegenüber den beiden ersten Problemen ein unvorhersehbares Ereignis gewesen, weil Aufbau und Test der Buchholzer Wasserorgel mit einem großen Aufwand verbunden ist.

Am Buchholzer Abend, der traditionell bei Blumen Müller stattfand, äußerte sich einer der verantwortlichen Veranstalter über die Absage der Hubschrauberrundflüge und betonte, dass am Sonntag Europawahl ist und die Mitarbeiterin, die die Absage erteilte der SPD angehöre. Seine Aussage war: “Nun weiß man was man zu wählen habe…!”. Der Spruch eines Buchholzer Autoverkäufers, dass das Fest für die Buchholzer organisiert und veranstaltet wird war wohl sehr weit hergeholt. Auf der eigentlichen Hauptbühne vor der Christlichen Gemeinde gab es weder eine schmückende Gestaltung, noch wurden mitreißende Darbietungen, wie aus früheren Jahren bekannt, präsentiert. Am Freitag Abend, der vom Wetter her zum Verweilen einlud, mühte sich ein DJ vergeblich um ein paar Tanzende. Am Folgetag war es nicht anders, das Festzelt war mager gefüllt und die engagierte Partyband des Abends brachte keine Stimmung, so dass sich das Geschehen bei der freiwilligen Feuerwehr abspielte. Am Sonntag waren dann wenigstens einige Momente auf der Bühne, die das Interesse der Buchholzer weckten. Die waren aber schon um 14:00 Uhr vorbei. Ebenfalls auffällig war, dass es sehr wenige Stände von Projekten, Vereinen, Kitas und Schulen gab, die sonst den Buchholzer Frühling prägten.

Verkaufsfest Buchholzer FesttageAuffällig war die zweite Bühne vor der Buchholzer Kirche. Hier standen schmückende Blumenkästen, ein Transparent auf der Bühne wies auf die Buchholzer Festtage hin und die Darbietungen, die dort gezeigt wurden, waren die, die Jahre zuvor an der großen Bühne gezeigt wurden. Verwunderlich ist dies nicht, denn um diese Bühne herum gesellten sich unter Anderem Unternehmen, die mit dem beauftragten Veranstalter in irgendeiner Art geschäftlich in Verbindung stehen. Wollte man sich dort irgendwo hinsetzen musste man teilweise aufpassen, dass das Preisschild nicht im Rücken stach. Zwischen den Darbietungen wurde mit Sprüchen (aus der Werbung bekannt) auf die dort präsentierenden Unternehmen aufmerksam gemacht und das Ganze war eher eine Verkaufsveranstaltung, als ein im eigentlichen Sinne gelungenes Volksfest. Eine in der Vorankündigung genannte Kochshow entpuppte sich ebenfalls als Flop und fand kaum Zulauf. Dieser Stand war über größere Abschnitte des Festes gar menschenleer. Welch ein Glück, dass der Festplatz nicht von Neuwagen umringt war.

Es gab aber auch schöne Momente. Diese fanden in den beiden Kirchen statt. Eine sehr schöne und wirklich sehenswerte Bibelausstellung in der Freien Christlichen Gemeinde zählte genauso zu den Ereignissen des Festes, wie der schöne Konzertabend in der Buchholzer Kirche. Am Sonntag beglückte uns traditionell der Buchholzer Männerchor mit seinen Gesängen, die in der Kirche besonders klangvoll zu hören waren.

Der Buchholzer Bürgerverein sollte sich einmal fragen, warum vor zwei Jahren seitens der öffentlichen Träger eine große Beteiligung vorhanden war und warum diese mit diesem Veranstaltungskonzept überwiegend fern blieben.

Vielleicht sollte man mal das Ergebnis der Veranstaltung zum Anlass nehmen und über neue Wege nachdenken, die den Buchholzer Bürger mit einbeziehen und wie man zu einem gemeinsamen Konsenz zwischen Unternehmen und öffentlichen Trägern kommen könnte. Unsere Nachbargemeinden machen es vor. Die Ortsfeste halten an Traditionen (Festname) fest, organisieren gemeinsam ihre Feste, die weitesgehend frei von Kommerz sind. Der überwiegende Anteil an Unternehmen in Buchholz lebt von den Buchholzern und wer die Geschichte von Buchholz kennt, weiß das die gewerblichen Bauern und Gärtner eine andere Einstellung zu den übrigen Dorfbewohnern hatte.

Die Bilder der Veranstaltung sind in wenigen Tagen unter www.pankeguide.de sowie www.buchholzerfesttage.de zu sehen.

4. Mai 2009

Folgenschwerer Bahnunfall in Karow

Filed under: Verkehr — admin @ 12:45

In der Nacht vom 16. zum 17. April kam es zu einem schweren Zusammenstoss zwischen einem Güterzug und dem Regionalexpress von Schwedt (Oder) nach Wünsdorf (Waldstadt). Das Unglück geschah zwischen der Boenke- und Liebenstraße, zwischen Schräger Weg und Florastraße. Der Güterzug fuhr mit hochexplusiven Propen gefüllten Kesselwagen (14 Kesselwagen, 658 Tonnen) und hatte weitere Kesselwagen mit Propan (9) und und Butan (1) bei sich. Wie durch ein Wunder entstand an den Kesselwagen nur ein geringer Sachschaden, während die Lokomotive des Regionalexpress stark beschädigt wurde. der Lokführer, die Zugbegleiterin und 22 der Fahrgäste mussten mit leichten bis schweren Verletzungen in das Klinikum Buch gebracht werden. Der Lokführer des Regionalexpresszuges musste mit schweren Gerät aus seinem Führerstand befreit werden, er erlitt mehrere Knochenbrüche. Zum Vermessen der Unfallstelle wurde ein Hubschrauber eingesetzt und der Zugverkehr auf dieser Strecke unterbrochen. Die Lok und der erste Wagen des Personenzuges entgleisten und mussten mit einem Spezialkran auf das Gleis gehoben werden.

Bei der nachfolgenden Untersuchung stellten sich die Ermittler der Bundespolizei die Frage, wie beide Züge auf das selbe Gleis kamen und welche Rolle Stellwerk und Signaltechnik dabei spielten. Erste Vermutungen ergaben, dass der diensthabene Fahrdienstleiter auf dem (noch) manuellen Stellwerk in Karow zwei entscheidene Fehler gemacht haben soll. Dem Gefahrenguttransport gab er den Weg durch die Stadt frei, obwohl diese über den Außenring geleitet werden. Der Führer des Gütertransportzuges bemerkte diesen Fehler und erkundigte sich nach Drosselung der Geschwindigkeit vor der Weiche bei dem Stellwerker. Dieser stellte die Weiche auf die richtige Richtung um und als der Güterzug dass Tempo 35 km/h erreichte prallte der mit 85 km/h nahende Regionalexpress auf den voraus fahrenden Gefahrenguttransportzug.

18. März 2009

Tor, Wagenrad und Hopfen – Pankower Wappen

Filed under: Politik — admin @ 08:11

Pankower BezirkswappenWeltoffenheit und Gastfreundlichkeit, Pankow will es durch das unbewehrte Tor auf dem neuen Pankower Wappen symbolisieren. Mit dem Wagenrad (Weißensee) soll für Handel und Gewerbe stehen und der Hopfen (Prenzlauer Berg) für gutes und kraftvolles Wachstum. So sind aus jedem Stadtteilwappen einzelne Elemente in das neue gemeinsame Bezirkswappen eingeflossen. Die Wahl des Tores ist eine Erinnerung an die drei ehemaligen Stadttore von Berlin, die in den heutigen Bezirk Pankow führten. Das Schönhausener Tor führte geradewegs zum Dörfchen Pankow, das Prenzlauer Tor war der Ursprung für den heutigen Prenzlauer Berg und vom Königstor (Bernauer Tor) führte ebenfalls ein direkter Weg nach Weißensee. Etwas angelehnt an das Weißenseer Katharinenrad symbolisiert Pankow mit dem Wagenrad die Alten Handelswege, die bis nach Stettin führten. Der Hopfen geht auf die Brauereigeschichte des Stadtteils Prenzlauer Berg zurück, wo sich dicht besiedelt um den ehemaligen Mühlenberg Brauerei- und Biergartenbetriebe nieder ließen.

Der Bezirk brauchte acht Jahre nach der Fusion der drei Stadtteile, um ein gemeinsames Wappen auf den Weg zu bringen. Nach der Fusion eskalierte erst einmal der Streit um den Namen für den Großbezirk und ging über in die Diskussion um die Gestaltung des Bezirkswappens. Alles in Allem ist es jedenfalls eine gelungene Umsetzung, steht sie nicht nur für die Geschichte der drei Stadtteile, sondern auch für die derzeitige Identität des Bezirks, der einen derartigen Zustrom an Gästen zu verzeichnen hat.

13. März 2009

Schloss Schönhausen – Eine Zeitreise durch 350 Jahre

Filed under: Allgemein — admin @ 09:53

Im Dezember 2009 soll es soweit sein. Nach einer fast fünfjährigen Sanierungsphase erstrahlt das Schloss im neuen (alten) Glanz, als noch die Königin Elisabeth Christine hier lebte. Zukünftig soll es als Museum durch die Geschichte des Hauses führen, beginnend mit der glanzvollen Epoche der preußischen Königin, ein Teil erzählt von der Regierungszeit des ersten Ministerpräsidenten der DDR Wilhelm Pieck und weiterführen in die Zeit, als das Schloss Gästehaus der DDR Regierung war.

Mit viel Liebe arbeiteten Restauratoren an der Wiederherstellung alter Tapeten, die zuvor freigelegt werden mussten. So erstrahl schon jetzt der Gartensaal im alten königlichen Glanz. Im Südteil des Schlosses, der nach orginalunterlagen wieder hergestellt wurde, sollen ab 2011 die Möbel des ostpreußischen Schlosses Schlobitten Platz finden. Daneben finden sich unter Anderem Kunstwerke, die die Familie Dohna über Jahrhunderte sammelte.

6. März 2009

Ekelliste der Lebensmittelbetriebe in Pankow

Filed under: Allgemein — admin @ 09:57

Neben dem Smiley für den saubersten Lebensmittelbetrieb brachte nun der Bezirk Pankow eine Liste mit den dreckigsten Lebensmittelbetrieben heraus. Viele Pankower finden das gut, über die Mißstände von solchen Betrieben aufgeklärt zu werden, denn über 35.000 der kontrollierten Betrieb in Berlin verstoßen gegen Hygienevorschriften. Nun streiten Politiker der anderen Berliner Bezirke über die Rechtmäßigkeit einer solchen Maßnahme, einige Bezirke wollen Pankow gleichziehen, andere streiten noch um die Objektivität einer solchen Liste. So sind die Bezirke Steglitz – Zehlendorf, Mitte, Tempelhof – Schöneberg, Treptow – Köpenick und Spandau Kritiker dieser Liste.

Was sehr zu begrüßen ist, ist dass im alten Pankower Ortsteil und seine ehemaligen Landgemeinden kein einziges Restaurant oder Gaststube auf der Liste stehen. Fünf Imbißstände bzw. Schnellimbißläden und zwei Gemüseläden waren im alten Pankow zu bemängeln. Die Stadtteile Prenzlauer Berg und Weißensee bieten eher ein trauriges Bild. Spitzenreiter sind die Gleimstraße, Lychner Straße, Schönhauser Allee und Pappelallee sowie in Weißensee die Berliner Allee und Roelckestraße. In Weißensee sind 8 Imbißläden/stände und 1 Bäcker betroffen, im Prenzlauer Berg sind es 8 Restaurants, ebenfalls 8 Imbißläden/stände, 2 Bäckerfilialen einer großen Kette und 1 Fleischer (2 Geschäfte davon sind in den Schönhauser Allee Arcaden).

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